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Jahresbericht 2013

Generell: Das Jahr 2013 wurde für die VgF durch vier Themenbereiche geprägt: Die Turbulenzen um die SkyWork Airlines und deren Auswirkungen auf den Flughafen Bern-Belp. Der Wechsel in der Geschäftsführung der VgF. Die grosse Flyeraktion der VgF zur Mitgliederwerbung und Spenden-sammlung. Die Vorbereitung auf die beiden Planauflagen Südanflug und 4. Ausbauetappe.

Allgemeine Entwicklungen auf dem Flughafen Bern-Belp: Der Flugbetrieb bewegte sich auch 2013 auf sehr hohem Niveau. Die Passagierzahl ist gegenüber dem Rekordjahr 2012 wiederum leicht gestiegen. Die Gesamtzahl der Flugbewegungen ging zwar gegenüber dem vorherigen Jahr leicht zurück. Die lärmintensiven Linien- und Charterflüge sowie die teilweise ebenso lärmintensiven Flüge mit kleineren bis sehr grossen Privat- oder Businessjets haben jedoch auch 2013 weiter zugenommen.

Turbulenzen um SkyWork: Diese haben das Jahr am Flughafen Bern-Belp stark geprägt. Kurz vor Jahresbeginn wollte die SkyWork noch die Flughafenbetreiberin Alpar AG übernehmen, während dem Jahr musste sie dann zeitweise um ihren Erhalt zittern, was für den Flughafen wegen des entstandenen Klumpenrisikos heikel war. Der Flughafen hat deshalb mehrmals versucht, öffentliche Gelder zu erwirken und fördert intensiv das lärmige Geschäftssegment mit Privat- und Bussinesjets um seine Abhängigkeit von einer Airline zu verringern.

Medienmitteilungen/Medienpräsenz: Die VgF hat sich mit folgenden Medienmitteilungen öffentlich geäussert: 20. März: Die VgF befürchtet, dass die Flughafenbetreiberin Alpar AG Druck auf den Kanton ausübt um sicherzustellen, dass sie nicht ihre wichtigste Kundin, die mit grossen finanziellen Schwierigkeiten kämpfende SkyWork Airlines verliert. 15. Mai: Die VgF kritisiert die Zunahme von Fluglärm durch Badeflüge der Helvetic mit einem zusätzlichen Grossflugzeug (Airbus A319) an neue Destinationen in Griechenland. 29. September: Die VgF spricht sich nochmals dezidiert gegen die vom neuen Verwaltungsratspräsident der Alpar AG nach Subventionierungen von Fluglinien und somit auch von Airlines durch den Kanton aus. Zudem hat sich die VgF in Interviews diverser Radiostationen und von Telebärn zu den geforderten Subventionierungen durch die öffentliche Hand mit Steuergeldern geäussert.

Flughafengespräche: Auch dieses Jahr gab es diverse Kontakte zum Flughafen Bern-Belp. Be-sprochen wurden vor allem die allgemeinen Entwicklungen am Flughafen und spezifische Anliegen der VgF wie den Lärm des Focker-Jets von Helvetic, die Zunahme von Privat- und Businessjetverkehr, den Südanflug, die 4. Ausbauetappe, Ausnahmebewilligungen, Verspätungen, Frühflüge, An- und Abflugverfahren.

Mitgliederversammlung 2013: Die Mitgliederversammlung wird gut besucht. Die Informationen von Mathias Häberli, CEO Alpar AG zum geplanten Südanflug und des Vorstandes der VgF zur geplanten Mitgliederwerbung interessieren und führen zu reghaften Diskussionen.

VgF mit neuen Mitgliedern und Spendern: Die öffentliche Präsenz der VgF hat in diesem Jahr weiter zugenommen. Der im September mit einem Begleitbrief an die von Fluglärm betroffenen BewohnerInnen der Region Bern versandte Flyer hat über Fluglärm informiert und die VgF als Interessenvereinigung breiter bekannt gemacht. Dank ihm konnten neue Mitglieder gewonnen und zusätzlich weitere Spendengelder angeworben werden.

Guido Frey neuer Geschäftsführer der VgF: Jonas Hirschi hat seine Tätigkeit als Geschäftsführer Ende April beendet. Aufgrund eines Bewerbungsverfahrens hat der Vorstand Guido Frey aus Thun ab Mai mit der Geschäftsführung der VgF im Mandatsverhältnis betraut. Guido Frey bringt langjährige Erfahrung im Führen von Non-Profit-Organisationen und im Fundraising mit. Der Vorstand freut sich auf eine gute, interessante und erspriessliche Zusammenarbeit mit ihm. Im Hinblick auf diesen Wechsel in der Geschäftsführung wurden zur Entlastung des Budgets durch Vorstandsmitglieder temporär verschiedene zusätzliche Aufgaben übernommen und Arbeitsgrundlagen aufgearbeitet.

Planauflagen Südanflug und 4. Ausbauetappe: Der geplante Südanflug wurde anlässlich der letzten Mitgliederversammlung der VgF von der Alpar AG vorgestellt und anschliessend sehr engagiert und teilweise kontrovers diskutiert. Ende Jahr hat der Vorstand der VgF begonnen, sich auf die beiden Planauflagen Südanflug und 4. Ausbauetappe vorzubereiten. Diese haben zu Beginn des folgenden Jahres dann zu zwei detalliert begründeten Einsprachen geführt, welche dazu beitragen sollen, den Fluglärm einzuschränken.

Regionalgruppe Seeland: Die VgF unterstützt ihre Regionalgruppe im Kampf gegen den zunehmen-den Fluglärm im Seeland, ausgehend vom Flugfeld Biel-Kappelen. Dort soll das Betriebsreglement zu ungunsten der Anwohnenden revidiert werden. Zudem ist ein Pistenausbau geplant, der die Attraktivität des Flugfeldes erhöht und zu mehr Flugverkehr und Fluglärm führen würde.